Halszysten

Generell wird zwischen medialen und lateralen Halszysten unterschieden. Danach differieren auch das Krankheitsbild, die Diagnostik und Therapie der Erkrankung.

Besteht bei Ihrem Kind der Verdacht auf eine Halszyste, so wenden Sie sich bitte an unsere Poliklinik.

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Mediale Halszyste

Krankheitsbild
Mediale Halszysten entstehen aus den Resten einer Verbindung, die vom Zungengrund bis zur Schilddrüse führt (Ductus thyreoglossus). Diese Verbindung entsteht dadurch, dass sich die Schilddrüsenanlage zunächst im Bereich des Zungenbeins befindet und in ihrer Entwicklung in die Halsmitte an ihre endgültige Lage wandert.
Die medialen Halszysten manifestieren sich als Schwellung oder Rötung. Durch Infektionen kann es zu einer Verbindung nach außen kommen (Halsfisteln). Mediale Halsfisteln fallen durch eine punktförmige Öffnung auf, aus der Sekret austreten kann.

Diagnostik
In aller Regel ist eine Ultraschalluntersuchung ausreichend. Bei Rezidiven kann zusätzlich eine Magnetresonanztomographie (MRT) notwendig sein.

Therapie
Mediale Halszysten bzw. Halsfisteln müssen operativ komplett entfernt werden. Aus diesem Grund muss der mittlere Anteil des Zungenbeins mit entfernt werden. Verbleiben Reste der Zyste im Körper, können Rezidive entstehen, die eine erneute Operation notwendig machen.  

Laterale Halszysten

Krankheitsbild
Laterale Halszysten entstehen aus den Resten des zweiten Kiemenbogens und liegen vor dem Rand des Musculus sternocleidomastoideus (lateraler Halswender). Meist fällt klinisch eine Vorwölbung auf, die mit geschwollenen Lymphknoten verwechselt werden kann. Liegt dagegen eine komplette Fistel vor (offene Verbindung zur Hautoberfläche) kann sich aus dieser schleimiges Sekret oder Speichel entleeren.

Diagnostik
Wie bei den medialen Halszysten ist die Ultraschalldiagnostik Mittel der Wahl. Bei unklaren Befunden oder Rezidiven kann zusätzlich eine Magnetresonanz­tomographie (MRT) durchgeführt werden.

Therapie
Laterale Halszysten oder Halsfisteln müssen aufgrund des Infektionsrisikos operativ entfernt werden. Die Operation kann geplant durchgeführt werden, sollte jedoch nicht zu lange aufgeschoben werden, da eine vorangegangene Infektion den Eingriff unnötigerweise erschwert. Wie bei den medialen Halszysten besteht bei unvollständiger Entfernung die Gefahr eines Rezidivs, welches dann erneut operiert werden muss.