Verbrennungen

Thermische Verletzungen, wie Verbrühungen und Verbrennungen, treten in jedem Alter auf, gehäuft werden sie aber um das 2.-4. Lebensjahr beobachtet. Die Kinder treten in dieser Zeit aus dem direkten Schutzkreis der Eltern heraus und entdecken Ihre Umwelt zunehmend selbständig. Dabei kommt es meist zu typischen Verbrühungen im Thoraxbereich. Aber auch alle weiteren thermischen Verletzungen werden in unserer Klinik adäquat versorgt.

Bei einer frischen Verbrühung wenden Sie sich an unsere Rettungsstelle für Kinder.
Für die Langzeitbetruung nach Verbrühung wenden Sie sich über die Poliklinik für Kinderchirurgie an unsere Experten.

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Erstversorgung

Durch eine adäquate Erstversorgung am Unfallort können die Eltern helfen die Ausdehnung und Tiefe der thermischen Verletzung mit zu beeinflussen. Hierzu sind 3 Grundsätze wichtig:

  • umgehend einen Notarzt verständigen oder in einer Kinder-1.Hilfe vorstellen
  • 20 Minuten mit ca. 20°C kaltem Wasser die betroffenen Körperregion kühlen und diese dann möglichst keimfrei abdecken

Hausmittel bei Verbrühungen?

Bitte machen Sie keine "Hausmittel" aus Großmutters-Zeiten auf die Verbrühung Ihres Kindes. Zahnpasta, Cremes, Olivenöl, Puder und ähnliches verschlimmern die Verbrühung nur!

Versorgung in der Klinik

Für die Versorgung in der Klinik stehen zum einen ein Notfall-OP in der 1. Hilfe zur Verfügung zum anderen aber auch alle Möglichkeiten der Erst- und weiteren Versorgung über unsere Intensivstation, den kinderchirurgischen OP und die beiden kinderchirurgischen Grundpflegestationen.

Im Rahmen der Erstversorgung erfolgen bei weniger ausgedehnten Verletzung eine Wundreinigung und die Anlage eines Wundverbandes in unserer Notfallambulanz. Die weitere ambulante Versorgung kann durch den Hausarzt durchgeführt werden, in speziellen Fällen erfolgt eine Wiedervorstellung in unserer kinderchirurgischen Poliklinik. Bei ausgedehnten oder höhergradigen Verletzungen ist eine stationäre Aufnahme notwendig. Meist erfolgt dann die Wundreinigung in Allgemeinnarkose im Operationssaal und eine zeitweise Wundabdeckung mit Hautersatzstoffen, wie z.B. Amnion oder Suprathel. Regelmäßige Verbandswechsel in Narkose werden dann unter sterilen Bedingungen durchgeführt und zeigen im Verlauf ob eine operative Hautdeckung notwendig ist.

Sind die Wunden gut verheilt so ist eine adäquate ambulante Nachbehandlung entscheidend. Ob im Verlauf Narbenstränge auftreten, die sowohl kosmetisch als auch funktionell von Bedeutung sein können, wird wesentlich durch die Nachbehandlung beeinflusst. Dazu sind Vorstellungen beim Hausarzt oder in unserer kinderchirurgischen Sprechstunde notwendig und ggf. die Verordnung von Kompressionswäsche von Bedeutung.

Selbsthilfegruppe

Detaillierte Informationen rund um das Krankheitsbild erhalten Sie von der Selbsthilfeorganisation
www.paulinchen.de